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Veranstaltungen in unserer Klosterkirche




Gottesdienste

Zu unseren Gottesdiensten laden wie Sie herzlich ein.

täglich

  8.00 Uhr hl. Eucharistiefeier
17.00 Uhr Vesper



Impuls

Wenn du willst       zu Mk 1,40-45

Ein Aussätziger kommt zu Jesus und bittet knieend um Hilfe; Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde.
Ein Aussätziger - was immer man im alten Israel darunter verstand. Es handelte sich nicht unbedingt um Lepra. Vermutlich waren mancherlei Hauterkrankungen gemeint, einige heilten auch wieder. Es war wohl die Angst vor Ansteckung, die die Kranken dermaßen absonderte, dass keine Berührung mit ihnen erlaubt war.
Ein derart Betroffener kommt also zu Jesus. Offenbar traut er Jesus zu, dass dieser ihm helfen kann. Aber er äußert seine Bitte mit Zurückhaltung. Wenn du willst. Er überlässt es Jesus, was geschieht. Er fällt vor ihm auf die Knie - Zeichen der Unterwürfigkeit. Ist es vielleicht auch schon die Erkenntnis, dass Jesus mehr ist als ein Mensch? Du kannst mich rein machen, ist er überzeugt. Jesus streckt seine Hand aus und berührt ihn. Ich will es, sagt er. Damit verstößt Jesus gegen das Gesetz, aber er setzt ein Zeichen der Menschlichkeit, des Mitleids, der Zuwendung und auch seiner Kraft. An anderer Stelle (Mk 5,25 ff) berichtet Markus von der blutflüssigen Frau. Als sie Jesu Gewand berührt, geht eine Kraft von ihm aus, die Frau wird geheilt.
Jesus schickt den soeben Geheilten nach Vorschrift des Gesetzes zu den Priestern. Nur sie können die Heilung feststellen und die Absonderung aufheben.
Jesus schärft dem Geheilten ein, niemand etwas davon zu erzählen. Er will nicht als Wunderheiler dastehen, umlagert von Menschen mit den verschiedensten Gebrechen. Gerade erst hatte Jesus gesagt: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.
Wenn du willst, kannst dun machen, dass ich rein werde. Eine Bitte an Jesus - ein Bittgebet.
Auch ich habe mancherlei Bitten, die ich gerne erfüllt sähe, bei denen ich selbst nichts (oder nicht ausreichend) machen kann. Ich liege Gott in den Ohren: Tu dies, lass jenes geschehen, mach, dass.... . Gott soll sich gewissermaßen unterordnen, tun was ich will; selbst, wenn ich davon ausgehe, dass der Inhalt meiner Bitte Gott gewollt ist. Der Aussätzige macht mir echtes Bittgebet vor: Wenn es dein Wille ist, dann....
Wenn ich doch auch so beten könnte!




Sr. M. Gertrud Kordt OSC